SAP FKOM 2019 und die Idee des “Intelligenten Unternehmens

Nach Rückkehr vom SAP Field Kick-off Meeting (FKOM) in Barcelona möchte ich gerne ein paar Eindrücke teilen:

  • Zwischen dem 15. und 17. Januar fand das regionale Kick-off der SAP für die Region EMEA / MEE statt. Ähnliche Veranstaltungen wurden in anderen Regionen durchgeführt.
  • Es wurden zwar keine größeren Strategieänderungen angekündigt, aber einige Dinge wurden erneut unterstrichen:
    • Wachstumsbereich für SAP wird die Cloud sein, während On-Premise als stabil erwartet wird.
    • SAP sieht große Chancen für ihr neues CRM (C/4HANA).
    • Außerdem fördert SAP weiterhin den Übergang von ERP zu S/4HANA.
  • SAP hat einen neuen Slogan „Experience Matters“ eingeführt, der im Zusammenhang mit der Übernahme von Qualtrics gesehen werden muss (siehe https://www.qualtrics.com/). Die Idee ist, Geschäftsdaten von SAP mit Erfahrungsdaten von Qualtrics in den Kategorien Kunde, Mitarbeiter, Marke und Produkt zusammenzuführen. Dies bezieht sich auf die Fähigkeit des Unternehmens, sich an Veränderungen des Marktes anzupassen, beispielsweise gemessen am AQ („Anpassungsfähigkeitsquotienten“ = Adaptability Quotient).
  • All dies folgt dem Paradigma des intelligenten Unternehmens („Intelligent Enterprise„), in dem Daten die Ergebnisse von End-to-End-Megaprozessen steuern. Dies muss notwendigerweise zu einer noch besseren Integration der SAP-Produkte in den Bereichen Customer Experience (C/4HANA), Manufacturing & Supply Chain (IBP, ME, MII, PPM, AIN, ASPM,…), Digital Core (S/4HANA), People Engagement (SuccessFactors) und Network & Spend Management (Ariba, Concur) führen. Weitere Informationen zu den Lösungen finden Sie im SAP Solution Explorer (https://solutionexplorer.sap.com/solexp/ui/) oder in den veröffentlichten SAP Roadmaps (https://www.sap.com/roadmaps). Wenn Sie Ihren eigenen Übergang in das neue Portfolio gestalten möchten, kann dies mit dem Transformation Navigator (https://support.sap.com/de/tools/upgrade-transformation-tools/transformation-navigator.html) beginnen, einem Werkzeug, mit dem Sie eine Übersicht Ihrer bestehenden Landschaft erstellen und Empfehlungen der SAP für entsprechende Ziellösungen finden können.
  • Der Idee eines „Intelligent Enterprise“ folgend, hat SAP sein EAM-Angebot unter der Überschrift „Intelligent Asset Management“ überarbeitet. Dieses besteht aus zwei Hauptteilen:
    • S/4HANA Asset Management für die Teile von EAM im Digital Core. Dies bezieht sich hauptsächlich auf das, was bisher i.w. unter dem Begriff PM (Plant Maintenance) bekannt ist, allerdings mit einem neuen, harmonisierten Benutzererlebnis durch Fiori und WebDynpro, völlig neuen Analysen und einigen Erweiterungen und kontinuierlichen Verbesserungen. Außerdem befinden sich hier Komponenten für Planung und Disposition (z. B. MRS), Freischaltabwicklung (WCM) oder Umweltmanagement, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit (EHS).
    • Auf der SAP Cloud Platform basierende Anwendungen, die den Digital Core ergänzen, um Innovation flexibel realisieren zu können. Asset Intelligence Network (AIN) für den Austausch von Anlagenstamm- und -zustandsdaten zwischen Hersteller, Serviceanbieter und Betreiber. Asset Strategy and Performance Management (ASPM) zur Definition oder Verbesserung von Wartungsstrategien mithilfe verschiedener Methoden (wie Asset Criticality Analysis, RCM, FMEA, Ursachenanalyse). Predictive Maintenance and Service (PdMS) zur Überwachung der Anlagengesundheit und zur Einleitung von Wartungsereignissen bei Bedarf. Predictive Engineering Insights (PEI) zur Modellierung physikalischer Strukturen und zur Simulation von Spannungen und Dehnungen.
    • Asset Central fungiert als Layer für die gemeinsame Funktionalität der EAM-Cloud-Anwendungen sowie als Informationsverteiler zwischen S/4HANA und der Cloud Platform. In dieser Hinsicht kann es auch als neues Anlagenregister in der Cloud sowohl für Stammdaten als auch für Zustandsinformation betrachtet werden.
  • Im Wesentlichen folgt Intelligent Asset Management der Idee eines intelligenten Unternehmens („Intelligent Enterprise„), indem es datengesteuerte betriebswirtschaftliche Prozesse einrichtet, die auf dem Digital Twin basieren, einer virtuellen Darstellung der physischen Anlage mit allen relevanten aktuellen Informationen, auf die in der Cloud zugegriffen werden kann.
  • Das Konzept ist in seinen wesentlichen Teilen auch in Kombination mit SAP ERP anwendbar. Daher besteht kein Grund, Innovationsprojekte zu verschieben, nur weil ein Übergang nach S/4HANA noch aussteht. Intelligent Asset Management ermöglicht es, das Gesamtbild zu konzipieren und die Teile Schritt für Schritt zu umzusetzen.

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